Grundnahrungsmittel in Ägypten

30.01.2021 19:15:03

Grundnahrungsmittel in Ägypten?

Derzeit Brot ist der Grundnahrungsmittel in Ägypten. Die Ägyptern konsumieren etwa 19 Milionen Tonen Weizen im Jahr. Die Basis der ägyptischen Küche bilden Brot, Reis, Kartoffeln, Kichererbsen, Auberginen, Bohnen und Nudeln, also kohlenhydratreiche Nahrungsmittel. Auch an Öl wird nicht gespart und Frittieren scheint ein gängiges Hobby in der Bevölkerung zu sein. Ob frittierte Gemüse oder auch Fleisch für die Ägypter gehört es zum Alltag. 

Aus einen Ägypten Urlaub zurück zuhause denkt man gerne an die ägyptische Köstlichkeiten zurück und möchte sich selbst versuchen um diese Speise zuzubereiten  Die ägyptische Küche präsentiert sich einfach und doch vielfältig. Ein Blick in das kulinarische Ägypten, der über Falafel und Hummus hinausgeht.

Falafel, Hummus, Halloumi,

Diese Gerichte gehören zu der ägyptische Küche viel mehr zu bieten. Das merkt man schnell, wenn man sich im Internet zum Beispiel durch die vielen Rezepte klickt.

Es gibt so viel mehr Speisen, die insbesondere auf ägyptischen Tellern serviert werden. Einige dieser Gerichte haben ihre eigenen Geschichten und außergewöhnliche Aromen, die du unbedingt probieren solltest.

Fünf verschiedene Rezepte für ägyptische Nationalgerichte

  • Koshari – Das ägyptische Nationalgericht
  • Foul, Der Eiweiß-Kick
  • Mahshi – Die kreative Beilage
  • Tirmis – Der gesunde Snack
  • Um Ali – Das improvisierte Dessert

Koshari – Das ägyptische Nationalgericht

Koshari bedeutet im Deutschen so etwas wie Mischmasch – zu Recht. Denn eigentlich besteht das ägyptischen Nationalgericht nur aus gekochten Linsen, Reis, Nudeln, Kichererbsen und Soße. Die Kalorienreiche Eiweißbombe ist ein sehr sättigendes veganes Gericht. Was lange als Arme-Leute-Gericht galt, ist heute das ägyptische Fast Food schlechthin. Einfach, vollwertig, lecker.

Zutaten:

1 Dose Kichererbsen

150 g braune Linsen

500 g Reis

200 g Fadennudeln

200 g kurze Röhrennudeln

1 Dose passierte Tomaten

4 Zwiebeln

5 Knoblauchzehen,

2 EL Tomatenmark

2 Zitronen

50 ml Essig

Kreuzkümmel, Koriander, Chili, Kardamom

Zubereitung:

Reis, Nudeln und Linsen in separaten Töpfen gemäß den Anleitungen gar kochen. Dann in einem Topf gut vermischen. Kichererbsen abschütten und dazugeben. Für die Tomaten-Essig-Soße Zwiebeln klein hacken und in etwas Öl oder Butter anbraten. Nun die passierten Tomaten, den gehackten Knoblauch und Essig dazugeben und mit Zitrone und Gewürzen abschmecken.

Foul, Der Eiweiß-Kick

Ebenso simpel in der Zubereitung, so wie genial im Geschmack und so vollwertig ist Foul Medammes, auf Deutsch „gekochte Bohnen“. Es gilt sowohl in Ägypten als auch im angrenzenden (Nord und Süd ) Sudan als Nationalgericht. Die Ägypter  essen die Paste am Liebsten zum Frühstück, servieren sie allerdings auch zum Mittag- oder Abendessen. Oder eher zum Mitternachtssnack. In der Regel essen die Ägypter erst am Nachmittag zu Mittag und in der Nacht zu Abend. Kommt daher das die Ägypter sehr spät schlafen gehen. 

Zutaten:

1 Dose Fava Bohnen

1 Zwiebel gehackt

3 Knoblauchzehen gehackt

Kreuzkümmel

Petersilie, geschnitten

Zubereitung:

Die Zwiebel in Olivenöl anschwitzen bis sie glasig sind. Dann die Favabohnen inklusive Saft dazugeben und leicht köcheln lassen. Den frisch gepressten Knoblauch dazugeben, die Bohnen mit einer Gabel zerdrücken und mit Pfeffer, Salz, Kreuzkümmel und einem Spritzer Zitrone abschmecken. Das Foul mit gehackter Petersilie garnieren. Am besten schmeckt Foul, wenn man es mit arabischen Brot auftunkt ,da kann auch getrost das Besteck weggelassen werden.

Mahshi – Die kreative Beilage

Mahshi heißt so viel wie das Gefüllte“. Bei dieser Speise handelt es sich eigentlich nur um die Idee, verschiedenes Gemüse, wie Paprika, Zucchini, Auberginen, Kohl oder Weinblätter mit Reis zu füllen, statt den Reis einfach pur zum Fleisch zu reichen. Und schöner sieht es auch noch aus " das Auge isst ja schließlich mit " 

Zutaten:

Wahlweise befüllbares Gemüse,Kohl- oder Weinblätter

250 g Rundkornreis, gekocht

2 Tomaten, geschält und gewürfelt

2 kleine Zwiebeln

3 Knoblauchzehen gehackt

1 Bund glatte Petersilie gehackt

Kreuzkümmel

Chilli 

Zubereitung:

Reis kochen und Zwiebeln anbraten. Die Zutaten für die Füllung gut vermengen und die Füllung mit Gewürzen abschmecken. Das Gemüse aushöhlen und mit der Mischung füllen oder die Wein- beziehungsweise Kohlblätter um die Füllung herum fest zusammenwickeln. Die Rollen auf den Boden eines Topfes schichten, mit einer Tasse heißer Brühe aufgießen und ca. 30 Minuten bei mäßiger Hitze im geschlossenen Topf garen.

Tirmis – Der gesunde Snack

Statt gehäufte Chips oder andere frittierte Dinge zum snacken beim Spieleabend zu servieren, bedienen sich die Ägypter an Tirmis, gekochten Lupinen. Die Bohnen, die mittlerweile ihren Weg als Pendant zur Sojabohne als Fleischersatzprodukt in die deutschen Supermärkte gefunden haben, können auch unverarbeitet beziehungsweise lediglich gekocht verzehrt werden.

In den Straßen Kairos findet man oft kleine Wagen, die Tirmis in Plastikbechern mit Zitrone garniert als Street Food verkaufen. In ländlichen Gebieten werden Tirmis zu Feierlichkeiten aufgetischt, zum Beispiel zum Zuckerfest am Ende des Fastenmonats Ramadan. Nach der Fastenzeit sollen die Lupinen besonders magenschonend wirken. Ein sehr gesunder und schmackhafter Snack 

Zutaten:

250 g Lupinen

Salz

Saft einer kleinen Zitrone

Kreuzkümmel und Chili nach Belieben

Zubereitung:

Lupinen mit Wasser bedecken und mindestens 24 Stunden einweichen lassen. In der Zeit circa viermal das Wasser auswechseln. Die Lupinen quellen auf und verlieren dadurch einige Bitterstoffe. Die nun gelblichen Lupinen abgießen und in frischem Wasser aufkochen und dann zwei Stunden köcheln lassen. Das Salz zugeben und nochmal 45 Minuten köcheln lassen. Nach Belieben mit etwas Zitronensaft, Kreuzkümmel und Chili verfeinern.

Um Ali – Das improvisierte Dessert

Ägyptische Frauen werden oft als „Mutter von …“ angesprochen. Das Dessert Um Ali, ein süßer Brotauflauf, ist nach seiner Erfinderin benannt, „der Mutter von Ali“. Um ihrem hungrigen Sohn Ali zu sättigen, hatte die arme Frau der Legende nach einfach alle Lebensmittel in einen Topf geschmissen, die sie noch in ihrer Vorratskammer fand. Heraus kam eine preiswerte, leckere Nachspeise, die bis heute gerne gegessen wird.

Zutaten:

300-500 g Brotreste

1 l Milch

100 g Zucker

1 TL Vanillezucker

75 g Kokosnuss gemahlen oder gerasspelt 

75 g Mandeln oder Haselnüsse

75 g Rosinen

150 g Schmand

Zubereitung:

Das Brot, es können auch Croissants, arabisches Brot, Blätterteig oder ähnliches sein, zerpflücken und in eine feuerfeste Auflaufform legen. Die gehackten Mandeln, Kokosnuss und Rosinen dazwischen streuen. In einem Topf Milch, Zucker, Vanillezucker und Schmand erhitzen. Die Flüssigkeit in die Auflaufform geben, sodass das Brot gut bedeckt ist. Bei 200°C etwa 20 Minuten im Backofen backen, bis sich eine goldene Kruste bildet.

Kultur und Rituale

Für die Orientalen ist Gastfreundschaft mit gemeinsamem Essen Teil ihres sozialen Lebens. Eine Einladung gilt nach zweimaliger Aussprache. 

Gastgeschenk: 

Süßigkeiten oder eine Gegeneinladung ins Restaurant. 

Privat ist es noch üblich, mit der rechten Hand zu essen. Während des „Ramadan“ läuft das Leben für die Touristen in den Hotels normal weiter. An anderen Orten sollte man öffentlich erst am Abend speisen.

Zu allen Essenszeiten werden warme und kalte Speisen aufgetischt.

 Das Frühstück bietet schon Fūl aus (Sau-) Bohnen, gekocht, gebraten, meist zerstampft mit Soße. Rühreier, Spiegeleier, Omeletts, gern mit Basterma (luftgetrocknetes Rindfleisch), Falafel (aus Bohnen), Schafskäse, Salat, sind ebenfalls vertreten.

Viel Spaß beim Nachkochen und ausprobieren " guten Appetit " 

" Belhna wel schfaa بالهنا و الشفا " 

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